Kirchliche Trauung am 01. Oktober 2005 - Bericht von Claudia |
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Am Tag vorherAm Freitagmorgen (30.9.2005) haben wir den großen Saal im Pfarrheim dekoriert und in der Küche einiges vorbereitet. Die Tische wurden in lange Reihen gestellt, mit Servietten (natürlich mit Sonnenblumen drauf), Wasserflaschen mit einzelnen Sonnenblumen drin und Grünzeug dekoriert. Mehrere Tische standen für das Kuchenbuffet bereit (und warteten auf die Spenden von Kuchen am nächsten Tag), die Sektgläser wurden auf Tabletts gestellt (und vorsichtshalber mit Servietten abgedeckt). Apropos Servietten: Schon mal verschimmelte Servietten gesehen, die in einer neuer Packung waren? Auf manche Erfahrungen kann man auch verzichten.In einem der Gruppenräume wurde alles für die Rahmenfotos vorbereitet. Schön, dass sich darum Andrea, Michael, Hannah und Benedikt gekümmert haben. Sie waren in der Vorbereitung schon ganz nerv&oouml;s - aber was sollte schon schief gehen? Mit Carsten und Yvonne bin ich dann noch in die Kirche gegangen, um die Bankdeko zu machen, die Hefte auszulegen und die Give-aways für den Gottesdienst in der Sakristei zu lassen. Die Küsterin war auch da und so konnten noch letzte Absprachen mit ihr getroffen werden. Für die Bankdeko hatte Yvonne ein Händchen und hat sie letztendlich mit Carsten zusammen fertig gemacht. Ganz anders, als ursprünglich mal gedacht, aber wirklich gut. Diese ganzen Vorbereitungen nahmen schon einige Zeit in Anspruch. Aber schließlich war es am Mittag geschafft. Und das war auch gut so, denn um 14.30 Uhr hatten wir uns im Polizeipräsidium angekündigt, um auch dort die Tische zu dekorieren. Klar hätten sie das auch für uns übernommen, aber ich hatte an den Vorbereitungen und den Basteleien so viel Spaß, das wollte ich mir nicht nehmen lassen. Mit zwei Autos sind wir gefahren, weil das Dekozeug ziemlich viel Platz weg genommen hat. Carsten hat im Losfahren Andreas gefragt, ob er auch mit kommt, und weil dieser wohl keine konkrete Antwort gegeben hat, ist Carsten dann alleine los. Also kam Andreas wenige Minuten später mit dem dritten Auto hinterher… Das Tische dekorieren war gar nicht sooo schwierig und ging recht zügig. Ein bisschen haben wir noch an der genauen Verteilung der Sitzplätze geknackt und an einer Stelle auch noch mal was komplett verändert. Eigentlich sollte diese Sitzordnung dann auf einer Staffelei für alle groß dargestellt werden. In Ermangelung der Staffelei (die ich eigentlich ausgeliehen bekommen hatte und die dann doch nicht da war) und weil das Papier zu groß ausgedruckt war und nicht aufs Plakat passte, haben wir es schließlich gelassen. Und ich glaube, es hat auch niemand vermisst, denn der eigene Sitzplatz war schnell gefunden. Abends habe ich dann noch zwei Blechkuchen gebacken - 20 weitere Kuchen hatte ich bei verschiedenen Gästen "in Auftrag" gegeben und sie wurden am Samstag mit gebracht. Vielen Dank dafür! Carsten hat ein kleines Brot für die Eucharistiefeier gebacken und den restlichen Teig natürlich ebenfalls zu Brot verarbeitet, das wir dann abends schon probiert haben. Mmh, lecker! Meine Eltern waren abends dann noch bei uns, Carsten und meine Mutter haben eine Flasche Wein geleert, während ich noch die "Dankesch&oouml;n" für die fünf Messdiener gebastelt habe. Das ging aber relativ fix. Der Abend war dann auch so gegen 22.30 Uhr beendet. Vorbereitungen am MorgenUm 7 Uhr schellte mein Handy-Wecker und das Radio ging an. Jetzt war der Tag also da!Wir sind beide aufgestanden, haben geduscht und uns angezogen. Dabei war es ja wichtig, dass ich ein Hemd anzog, damit ich mit dem Schleier im Haar nichts mehr über den Kopf ziehen musste. Carsten ist dann um 8 Uhr zum Friseur los gezogen. Eigentlich wollte er sich dort auch rasieren lassen, hatte aber am Tag vorher erfahren, dass das wohl in Deutschland wegen der HIV-Gefahr nicht mehr erlaubt ist und hat das deshalb morgens selbst gemacht. Ich bin von Yvonne abgeholt worden und mit ihr zum anderen Friseur und zur Kosmetikerin gefahren. Dort waren wir pünktlich. Meine Haare mussten dann doch nicht mehr gewaschen werden - das hatte ich ja schon unter der Dusche erledigt. Also sofort zum Schminken. Sehr entspannend war das, denn ich durfte während der "Prozedur" liegen. Und Yvonne hat sich geärgert, keinen Fotoapparat dabei zu haben. ;-) Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden, sogar noch mehr als beim Probeschminken vor zwei Wochen oder hatte ich mich schon an den Anblick gew&oouml;hnt? Bei der Friseurin mussten wir dann noch eine Weile warten, weil noch ein anderer Kunde dran war. Das machte aber nichts, wir hatten gute Zeitpuffer eingeplant und die Zeit mit Quatschen überbrückt. Das Frisieren ging dann auch recht schnell - die Friseurin schien aber nerv&oouml;ser als ich, denn sie vergewisserte sich ständig auf den Fotos, die ich vom Probetermin mit gebracht hatte, ob es auch wirklich wieder so aussah. Mich wundert ja schon, wie lange man kurze und eigentlich trockene Haare f&oouml;nen kann. Aber auch hier war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wenn das Outfit auch lustig aussah: Gestylter Kopf und darunter Hemd von Carsten und Jeans. Es war kurz vor 10 Uhr, als wir wieder zu Hause waren. Carsten machte sich gerade auf den Weg zum Blumenladen, um den Brautstrauß und seinen Anstecker abzuholen. Toll sahen die beiden Blumen aus! Währenddessen zwang Yvonne mich, etwas zu essen. Mehr als zwei Bissen Brot (vom selbstgebackenen natürlich) ging aber nicht rein. War das doch ein Anzeichen von Nervosität? Irgendwas Dringendes musste Yvonne noch erledigen, wollte aber gegen 11 Uhr wieder da sein, um mir beim Anziehen behilflich zu sein. Ich weiß nicht, was ich in der Zeit dazwischen gemacht habe. Aber sooo viel Zeit war ja auch nicht. Das Anziehen ging dann relativ gut. Klar, nicht so schnell wie im Brautladen. Aber es hat gut funktioniert und die Schnürung am Oberteil saß nach einigem Ziehen und Schieben des Stoffes gut. Mein Schatzi hatte sich in der Zeit natürlich auch schon längst angezogen und sah klasse aus! Bei mir war jetzt allerdings zu sehen, dass das Make up nicht am gesamten Dekoltee war. Mmh, bl&oouml;d. Aber Sabrina, Yvonnes Schwester, sollte gegen 14 Uhr kommen, um Yvonne zu schminken und konnte dann ja auch bei mir "ausbessern". Bilder von der FotografinGut, für die Fotografenfotos musste es halt so bleiben. Um kurz vor 12 Uhr sind wir mit meinem Vater zur Kirche gefahren. Das Einsteigen ins Auto war mit dem Kleid nicht wirklich einfach, aber es hat geklappt. Leider hat es zu dem Zeitpunkt (und den ganzen Vormittag über) geregnet. So konnten wir die Bilder nicht im Garten der Kirche machen. Aber ich habe ja einen Schlüssel für die Kirche und so sind wir dort hinein gegangen, um die Fotos zu machen. Jetzt kam ich auch in den Genuss zu spüren, welche Verrenkungen man alles machen kann, um auf einem Foto gut zu wirken. ;-) Das war nicht immer einfach, bis zum "Okay" der Fotografin in den Positionen zu verharren. Und ich glaube, sie ist auch ein bisschen verzweifelt, weil einer von uns fast immer die Augen geschlossen hatte. "So sieht es gut aus. Und jetzt noch die Augen offen lassen und lächeln." Puh, das war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht. Es sind auch viel mehr Fotos gemacht worden, als vereinbart. Und inzwischen haben wir sie auch schon gesehen und mussten aus der großen Anzahl eine Auswahl treffen. Super toll sind die Fotos geworden!Eine Stunde war eingeplant zum Fotografieren. Wir waren aber fast zwei Stunden in der Kirche. Zwischenzeitlich tauchten schon die fleißigen Helferinnen auf, die bei der Feier im Pfarrheim helfen sollten und auch die Band und die ersten Sängerinnen und Sänger kamen in die Kirche. Jetzt wurde Carsten nerv&oouml;s und drängte darauf, wieder zu fahren. Mein Vater kam auch wieder, weil es ja schon so spät war und fuhr uns wieder nach Hause. Dort gab es bei meinen Eltern eine Suppe. Ich wollte davon aber partout nichts essen. Und mümmelte wieder an einer Scheibe Brot rum. Außerdem war mir das Essen mit Kleid auch zu "gefährlich" und zum Aus- und wieder Anziehen war nicht mehr genug Zeit. Apropos Anziehen: Andreas und mein Vater hatten dafür alle Zeit der Welt - es war schon locker 14.30 Uhr durch, bis auch sie sich die Anzüge anzogen. Feier des GottesdienstesEs war wohl so gegen 14.45 Uhr, als wir zur Kirche fuhren. Erst haben wir draußen gestanden (es war nämlich trocken!) und dann im Vorraum der Kirche. Viele Menschen saßen schon in den Bänken, einige standen noch bei uns, andere gratulierten schon oder wollten es zumindest, aber ich habe abgewehrt. Das geh&oouml;rt sich doch nicht, oder? Bei uns standen auch Jugendliche der DPSG und der KjG mit ihren Bannern - darüber habe ich mich sehr gefreut! Pünktlich um 15 Uhr kamen dann die Messdiener mit Paula, die die Kerze trug, und Bertold, dem Pfarrer, aus der Sakristei. Die Glocke schlug und natürlich setzte sofort das Orgelspiel ein. Bertold redete aber zunächst mal noch recht lange mit uns (eine gute Idee, um auch noch mal Ruhe und Sicherheit zu vermitteln), so dass der Organist wohl bald nicht mehr wusste, was er spielen sollte. So wurde es jedenfalls gesagt. Gemerkt habe ich davon nichts.Der Gottesdienst war große klasse! Der Chor und die Band haben super Musik gemacht und auch die Texte waren stimmig. Sch&oouml;n fand ich, dass wir einige Texte selber gesprochen haben. Die Ankündigung für die Kollekte hatte ich zwar vergessen, vorzubereiten, aber das ging auch aus dem Stegreif. Das Trauversprechen haben wir beide auswändig und fehlerfrei gesagt. Ich habe Carsten zugeflüstert "Du schaffst das!" und Bertold meinte "Klar, schafft er das". So klar war das nicht, denn beim Üben hat er immer wieder einen Teil des Versprechens vergessen. Aber in der Kirche hat es prima geklappt *stolzbin*. Laut und deutlich hat Carsten gesprochen. Und ich meine, ich war genauso laut, aber viele haben gesagt, sie hätten mich nicht geh&oouml;rt. Das erstaunt mich ja schon, denn eigentlich kann ich problemlos ohne Mikro sprechen. Vielleicht lag es daran, dass ich Carsten zugewandt war und der Gemeinde den Rücken gekehrt habe? Wie auch immer, der Beweis ist aufgenommen, denn der ganze Gottesdienst ist gefilmt worden und wir werden demnächst ein Video als Geschenk bekommen. Dann kann ich es nachprüfen. ;-) Zum Abschlusslied "Oh happy day" gingen uns sechs Blumenkindern voraus. Silas wusste nicht so recht, was er machen sollte und auch die Erklärungen seiner Oma halfen nicht. Also drehte er kurzerhand den ganzen Korb um! Und sammelte anschließend die Rosenblätter wieder ein. Paula, Klara und Luisa streuten die Blumen nicht einfach auf den Boden, sondern warfen sie in die Luft. Auch eine gute Idee und sie hatten einen Heidenspaß dabei! Kristina und Emilia sind ihrem Beispiel wohl gefolgt. Sektempfang und KaffeetrinkenVor der Kirche erwartete uns denn ein Baumstamm zum Durchsägen. Meine ehemaligen Gruppenkinder hatten das vorbereitet. Relativ schnell war die Aufgabe gemeistert, auch wenn Carsten den letzten Rest mit einem kräftigen Fußtritt erledigte.Und dann gingen die Gratulationen los. Händeschütteln, Umarmungen, Geschenke,… und immer wieder der Hinweis, dass wir doch bitte ins Pfarrheim gehen sollen. Schließlich sind Carsten und ich mit den Gästen im Schlepptau auch losgegangen und haben die weiteren Gratulationen im Flur entgegen genommen. Die Gäste konnten derweil schon Sekt trinken und Kuchen essen. Im Saal fanden auch fast alle Platz. Sehr eifrig waren auch Hannah und Benedikt dabei, die Gäste zum Rahmenbild zu bitten. Diese Fotos werden ins Gästebuch geklebt, in das auch sehr viele Leute geschrieben haben. Und der Rest wird noch nach geholt…. Im Saal gingen schon die ersten Ankündigungen los - wir durften sie zunächst nicht h&oouml;ren. Bekamen aber später am Abend eine Kiste überreicht, in der Wein ist, sowie ganz viele Zettel, die die Gäste mit Wünschen beschrieben haben. Die Kiste ist versiegelt und darf am 1.10.2008 ge&oouml;ffnet werden. Eine sch&oouml;ne Idee und der Zeitraum ist ja nicht soooo lang, bis wir lesen k&oouml;nnen, was für uns geschrieben worden ist. Mein Patenkind Silas sollte mit seiner Familie ein Lied zur Melodie der Vogelhochzeit singen. Dazu hatte er aber keine Lust. So haben es Uli, Thekla und Emilia alleine vorgetragen und das Fiderallalla wurde natürlich von allen gesungen. Und ich glaube, einige haben durch das Lied erst erfahren, wie Carsten und ich uns kennen gelernt haben. ;-) Zum Abschluss wurde mit allen Gästen ein Gruppenfoto aufgenommen. Bei der Menge der Leute war das gar nicht sooo einfach, aber es hat geklappt. Feier im PräsidiumMit viel Gehupe ging es dann auf die andere Seite der Innenstadt ins Polizeipräsidium. Zunächst haben wir dort die geladenen Gäste (und klasse, dass einige ganz spontan Geladene auch dabei waren!) begrüßt. Wir haben auch die Gelegenheit genutzt und die Gäste untereinander vorgestellt, so dass zumindest ein grober Überblick da war, wer denn an welchem Tisch sitzt. Und dann ging es ans Buffet. Ich habe mir sagen lassen, dass es lecker geschmeckt hat - an dem Abend habe ich nur sehr wenig gegessen, einiges konnte ich am nächsten Tag aber noch probieren.Durch den Abend führte Andreas, der geborene Entertainer. Und es war wirklich eine tolle Feier mit vielen sch&oouml;nen Aktionen: Wir mussten die Pantomime der Gäste erraten (und es hat niemand vor gesagt!), beweisen, dass wir unsere Gäste kennen und sie richtig einschätzen, es gab einen Sketch, ein selbst gedichtetes Lied und zwei Lieder, die Paula und Klara gesungen haben. Echt klasse! Geschenke wurden uns auch noch auf spielerische Weise überreicht. Besonders toll ist der Kalender, der von den Gästen seitenweise gestaltet wurde. 52 Seiten für das kommende Jahr mit ganz tollen Ideen - vielen Dank dafür! Und das Fotobild mit kleinen Bildern der Gäste und vieler lieben Leute, die als Gesamtbild einen Sonnenblumenstrauß ergeben. Super! Eine Hochzeitszeitung gab es auch mit ganz vielen Berichten und Beiträgen über uns drin. Unser Er&oouml;ffnungstanz hat ganz prima geklappt. Zum Lied "Kribbeln im Bauch" von Pe Werner haben wir einen Wiener Walzer getanzt - nicht mit halben Drehungen, damit uns nicht schwindelig wird, aber immerhin. Souverän gemeistert, diese Aufgabe! Die Musik war klasse an dem Abend, auf der Tanzfläche waren immer Leute zu finden und alle hatten viel Spaß. Mittendrin gab es dann die Hochzeitstorte. Sonnenblumen waren mit Marzipan auf einem großen Kuchen (Käse-Sahne und Jogurt-Frucht-Füllung) gemalt worden. Es sah klasse aus. Und hat auch prima geschmeckt - habe ich am nächsten Tag gemerkt. ;-) Jetzt ist noch einiges im Gefrierschrank, das werden wir demnächst mit unseren Trauzeugen essen. Und um Mitternacht wurde dann noch eine Eisbombe serviert. Richtig stilecht mit Musik und Feuerwerk in den Raum geschoben. Und davon habe sogar ich gegessen. Eis passt doch immer, oder? So gegen 2 Uhr war die Feier dann vorbei. Die Geschenke wurden in die Autos geladen, das Essen eingepackt und soviel wie m&oouml;glich schon mit nach Hause genommen. Bis alles eingeladen war und die ersten Gäste schon weggebracht wurden, war es dann schon 3.30 Uhr. Dann konnten auch wir ins Auto steigen. Zuhause leuchtete uns unser Haus entgegen. Ein Lichternetz und ein Lichterschlauch waren an der Haustür, viele Sonnenblumen standen vor der Tür und ein Luftballon hing und hängt immer noch an der Klinke. Sah klasse aus! Und wurde natürlich auch gleich noch fotografiert. Das Versprechen, nichts im Haus zu veranstalten, haben aber alle eingehalten. Innen war nichts verändert! So war es dann etwa 4 Uhr, als wir müde und glücklich ins Bett fielen. Es war ein wunderbarer Tag mit ganz vielen sch&oouml;nen Überraschungen und Menschen, die sich schon im Vorfeld ganz viele Gedanken gemacht hatten, um uns einen Traumtag zu bescheren. Das ist ihnen gelungen. Vielen Dank dafür! |
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