Regentag

Der Regen begann bereits gestern am späten Abend, hielt die ganze Nacht über an und hörte auch erst so gegen 10 Uhr heute Morgen auf. Vorübergehend. Der Reiseführer sagte nicht viel über die Stadt Usedom (keine prächtige Seebäderarchitektur, keine Fußgängerzone, kein Schloss, kein Kurpark), aber wir sind trotzdem hingefahren. Erfahrene Usedomurlauber sagen, dass man das Auto stehen lassen soll, wenn das Wetter nicht gut ist. Für die Bundesstraße 111 können wir das bestätigen. Da reiht sich ein Auto ans andere (und als Anwohner würde ich hier kirre werden), aber wenn man die kleineren Straßen fährt, kommt man gut voran. In Usedom gibts kostenlose Parkplätze direkt an der Altstadt, so dass wir nicht weit laufen mussten. Zunächst ging es zur Marienkirche, die groß und mächtig die umliegenden Häuser überragt.

In der Kirche ergab sich die Möglichkeit, den Glockenturm zu besteigen. 66 + 6 Stufen ging es eine enge Wendeltreppe hinauf. Und ich dachte, heute sei kein schweißtreibendes Wetter. ;-) Dann waren wir unterhalb der Glocken und es ging noch zwei Treppen weiter rauf. Die haben Charlotte und ich großzügig Carsten überlassen, der dann durch vier Luken eine Aussicht auf die Umgebung hatte.

Seit einiger Zeit läuft in mehreren Kirchen die Aktion, die Bibel mit der Hand abzuschreiben. Daran habe ich mich beteiligt und einige Verse hinzugefügt.

Vorbei an kleinen Häusern, einem Friseur, einem Bäcker und einem Metzger mit Mittagstisch (viel mehr scheint es wirklich nicht zu geben in der Altstadt) sind wir zum Hafen gelaufen. Hier liegen ein paar Boote und eine Theaterkulisse ist dort aufgebaut, auf der abends ein Stück gespielt wird.

Bevor wir den Schlossberg erklimmen konnten (auf dem aber kein Schloss mehr steht), fing es wieder an zu regnen und wir sind zur Restaurant-Cafe-Eisdiele-Pension gegangen, damit Charlotte nicht unter Entzug leiden muss und ein tägliches Eis bekommt. Außerdem habe ich eine Currywurst gegessen probiert, aber an die Echte kommt wohl nichts ran. Nein, die Berliner Machart von Currywurst gefällt mir nicht. Die Soße war lecker, aber die Wurst so gar nicht. Auch ne Erfahrung…

Während wir im Trocknen saßen, fing es draußen an zu schütten und hörte auch nicht mehr auf. Eigentlich wollten wir uns auch noch das Seebad Bansin anschauen, das haben wir aber verschoben und sind gleich wieder zur Ferienwohnung gefahren. Immerhin konnten wir wieder mit dem Auto zum Haus fahren, die Straße (oder besser: der ungepflasterte Weg) war wieder befahrbar, weil das Wasserrohr geflickt worden ist.

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