Inseltour

Selbst hier auf der Insel klettern die Temperaturen nahe an die 30 Grad. Morgen soll es noch wärmer werden als heute, also geht es dann wieder an den Strand. Heute haben wir die Hitze mal für eine klimatisierte Autotour im südöstlichen Teil der Insel genutzt. Zunächst ging es nach Kamminke, einem kleinen Ort nahe an der polnischen Grenze. Der Berg Golm liegt dort mit einem der größten Kriegsgräberfelder Deutschlands. Wir waren aber in der Mittagszeit vor Ort und haben den Weg bergauf dann gescheut. Stattdessen sind wir zum Hafen gelaufen gefahren. Selbst dort in dem kleinen Ort, in dem wirklich nur sehr wenig los war, stand ein Parkautomat – den haben wir aber mal einfach ignoriert. ;-)

Weiter ging die Fahrt zu einem kurzen Stopp am Straßenrand in Garz. Dort habe ich die Feldsteinkirche fotografiert. Die Innenaufnahmen im Internet zu zeigen, ist verboten. Warum auch immer. Aber von außen darf ich sie zeigen:

Bei der Weiterfahrt sind wir dann am Flughafen Heringsdorf, der beim Dorf Zirchow liegt, vorbei gekommen und haben dort kurz gestoppt. Rundflüge sind dort ebenso möglich wie auch Flüge mit kleinen großen Maschinen in die Nähe und Ferne. Ich brauche sowas ja nicht…. aber Carsten liebäugelt mit einem Helikopterflug.
Schließlich sind wir nach Mellenthin gefahren und haben das Wasserschloss gesucht besucht. Zwei Euro Brückenzoll kostet der Eintritt, der aber beim Verzehr wieder angerechnet wird. Die Waffeln bleiben damit trotzdem teuer, aber lecker waren sie auch. Das Schloss ist in Privatbesitz und hat neben einem Restaurant, einem Hotel nun auch eine Kaffeerösterei, eine Brauerei und eine eigene Limonadenproduktion. Charlotte wurde vom Zöllner als Prinzession begrüßt, lehnte diesen Titel aber ab, weil “ich doch ein Mädchen bin!”.

Auch in diesem Ort gibt es eine Kirche, die von innen nicht gezeigt werden darf, dafür hat der Storch noch rechtzeitig fürs Foto sein Nest wieder aufgesucht:

Im Nachbarort Morgenitz ist an diesem Wochenende Töpfermarkt, den wir als nächstes aufgesucht haben. Es gab Schönes und weniger Schönes, insgesamt aber recht Teures, so dass keine Keramik bei uns einziehen wird. Dafür aber ein Buch für Charlotte und eine selbstgemachte Marmelade vom Straßenrand. Live-Musik gab es und leckeren selbstgemachten Kuchen.

Nach kurzer Überlegung, ob sich die Fahrt noch lohnt, sind wir nach Anklam gefahren, um in einem Baumarkt einen Lötkolben zu kaufen. Ja, fragt nicht, was man Mann im Urlaub alles so braucht. ;-) Ein Stand mit Süßkirschen und Blaubeeren stand auch auf dem Parkplatz, so dass wir leckeres Obst fürs Abendessen eingekauft haben. Auf dem Weg von der Insel runter mussten wir an der Zecheriner Brücke halten, um den Schiffen die Durchfahrt vom Stettiner Haff in den Peenestrom und umgekehrt zu ermöglichen.
Aus der Ferne gabs dann auch noch einen Blick auf die Eisenbahnhubbrücke bei Karnin, von der nur noch das Mittelteil existiert, weil die Brücke 1945 gesprengt und nicht wieder aufgebaut worden ist.

Einen kurzen Einkaufsstopp gab es auf dem Rückweg  und dann gabs noch einen Halt in Benz. Dort haben Charlotte und ich die Treppen hoch erklommen, um die Holländerwindmühle zu besichtigen. Zumindest von außen, denn inzwischen war es schon so spät, dass sie geschlossen hatte.

Die Windmühle ist aber nur 6 km von unserer Unterkunft entfernt, so dass ein erneuter Besuch möglich ist. Es war dann 19.30 Uhr bis wir am Haus waren. Und ich fürchte, morgen kommen wir wieder nicht vor dem späten Vormittag am Strand an…

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