Grenzgänger

Die Sonne ließ sich heute Morgen nicht blicken und so wurden die Strandpläne in “wir besuchen Polen”-Pläne geändert.
Eine erste kurze Fahrt über die Grenze in den letzten Tagen bestärkte uns darin, den Ort Swinemünde ohne Auto zu besuchen. Also sind wir von Heringsdorf nach Swinemünde mit der Usedomer Bäderbahn gefahren.
Zunächst sind wir Richtung Strand gelaufen und konnten dort den Dünenweg nutzen, so dass wir nicht durch den Sand laufen mussten und trotzdem nahe am Wasser waren. Diverse Verpflegungsstände lockten auf dem Weg und schließlich haben wir eine Waffel gekauft. Mmh, lecker war sie.

Die Pläne, den Fährhafen aufzusuchen, haben wir dann nicht umgesetzt, sondern sind zurück auf die Promenade, um dann an den  Marktständen entlang zu gehen. Zigaretten, Parfum, “Marken”-Kleidung, Süßigkeiten und noch diversen anderen Kram gibt es dort zu kaufen. Nur die Auswahl an Weihnachtskugeln war sehr klein. Einen Einkaufsauftrag haben wir ausgeführt, außerdem hat Charlotte einen Nicki bekommen und eine Tüte lustig bunter Bonbons haben wir gekauft. Zwischendurch gab es noch einen Halt, damit Carsten Schaschlick essen konnte. Begleitet wurden wir die ganze Zeit über von Pferdegetrappel, denn es fuhren unzählige Kutschen die Marktstraße rauf und runter. Charlotte musste immer wieder stehenbleiben, um zu gucken, ob ein Schimmel die Kutsche zieht. Schließlich sind das ihre liebsten Pferde. ;-)

Und dann war die Grenze auch wieder erreicht. Weil wir am Bahnhof Ahlbeck Grenze wieder in den Zug steigen wollten, konnten wir dann von einem Land ins andere hüpfen. Der Blick zum Bahnhof ließ uns nichts Gutes ahnen: Unzählige Menschen standen dort – die Lokführer waren in einem dreistündigen Streik. In die erste Bahn sind wir nicht reingekommen und haben dann – wie viele andere – den Zug genommen, der wieder nach Polen fuhr. So saßen wir dann schon in der Bahn und konnten bis Heringsdorf durchfahren. Dort war dann Endstelle für alle. Doof für alle, die noch weiter mussten, aber vor 18 Uhr war das nicht möglich. Da haben wir ja richtig Glück gehabt, dass unser Auto in Heringsdorf stand und nicht – wie mal angedacht – in Bansin, weil der Bahnhof nämlich näher an unserer Unterkunft ist. Aber von dort aus hätte die Zugfahrt das Doppelte gekostet (das Geld haben wir dann in den Parkautomaten geworfen ;-) ), deshalb haben wir den Plan wieder verworfen.

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